Sonnenstich und Götterspeise

Es ist heiß. Viel zu heiß. Ich bin Allgemein kein Freund des Sommers, denn so gibt es weniger Ausreden dafür ein Kellerkind zu sein. Das einzig positive am Sommer ist, das man mit offenem Fenster schlafen kann (Kopfschmerzen adè) und man in kurzen Sachen beruhigt vor sich hinzocken könnte…

Wohlgemerkt könnte. Kann man nicht. Mittlerweile zeigt das Thermometer ca. 39 Grad an. Sogar meine Sommerverliebten Eltern ersparen sich den Sermon, wie toll die sonnige Jahreszeit doch sei. Bei der kleinsten Kleinigkeit hab ich das Gefühl meine Pumpe wäre die Orgel vom Phantom der Oper.

Es ist heiß und ich finde es beschissen. Ich bin ständig Müde. Rausgehen würde nur Spaß machen, wenn man Schwimmen geht. Aber das ist nicht möglich. Zum lesen bin ich viel zu unkonzentriert. Ich kriege auch kein vernünftiges RPG zu stande weil meine Konzentration so schnell in den Keller rauscht, dass es fast kriminell sein müsste.

Guitar Hero World Tour kam heute an. Noch mal ein Lob an den schnellen Versand lieber Händler. Das Spiel macht Süchtig. Allerdings habe ich davon irgendwie Muskelkater. Und sogar Nachts um kurz vor 1 Uhr bekam ich wahre Schweißausbrüche, als ich versucht habe meinen eigenen Rekord in Stairway to Heaven zu toppen. Selbst dafür ist es zu heiß…

Ich habe mich heute an einem Let’s Play Video versucht. Ist wohl eher ein Let’s Die Video geworden. Ich hab heute irgendwie auf ganzer Linie versagt.

Menschlich betrachtet ist es merkwürdig Einsam. Irgendwie sind alle Beschäftigt, nur ich selber nicht. Ich habe mich noch nie so Alleine gefühlt. Aber das Gefühl, dass die Welt sich ziemlich schnell bewegt und man selber nicht vom Fleck kommt, kenne ich schon lange. Ist nicht neu. Nur unangenehm. Ich vermisse jemanden, der nicht mehr zurückkommen wird. Abschließen ist schwer. Aber Notwendig. Meine Gedanken schlagen gerade Pruzelbäume und springen von einem Thema zum nächsten.

Alleine, überhitzt, müde, durcheinander. Alles in allem nicht mein Tag. Meine Woche. Mein Monat. Mein Jahr. Mein Leben. Aber es könnte schlimmer sein. Ich könnte immer noch du sein, geneigter Leser. Immerhin hast du dich durch diesen Nichtssagenden Text gelesen. Dein Leben muss echt noch viel langweiliger sein als meins…

P.S: Auch wenn ich dafür mit matschigen Tomaten beworfen werde, ich vermisse meine Arbeit. Die ganzen bekloppten. Das eifrige verbocken von Klausuren. Ja, sogar die Kotzbrockenlehrer. Ich vermisse das irgendwie. Meine Batterien sind bereits Aufgeladen und ich habe noch einen Monat Freiheit vor mir. Verflucht seist du, Kultusministerium….

Published in: on 4. Juli 2010 at 00:28  Schreibe einen Kommentar  
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Like a kick to your stomach…

Versteck dich ruhig hinter deiner Fassade von Abgehobenheit und Stärke.

Für mich bleibst du doch nur was du schon immer gewesen bist.

Meine Worte verletzten dich mehr als irgendeine andere Waffe,

mir kannst du nicht vormachen.

Was bleibt ist dein Stolz, zertrümmert und zetrampelt auf dem Boden verteilt.

Nun geht es an meinen….

Was soll das werden?

Der letzte verzweifelte Akt einer verlassenen Persönlichkeit, einer Ungeliebten, einer Frau, die niemand wirklich haben will.

Einem Menschen, der immer gerade dann gut genug ist, wenn es andere Menschen gerade brauchen.

Machst dich zum Gespött der Leute, wenn du deine Hemmungen verlierst, wenn du alle Hüllen fallen lässt.

Lässt jeden an dich ran, hast keine Mauer aufgebaut.

Was willst du mir beweisen, was willst du mir damit sagen?

Hier und heute sag ich dir, deine Schminke, deine Klamotten, dein tolles Glitzerauto, deine gespielte Freude, deine falsche Familie, deine falschen Freunde, dein Desinteresse, deine tolle Abinote…unterstreichen deine Schwäche.

Dein Hass macht mich stark, dein Neid, dein Spott, dein Hohn. Stellst dich erhaben und doch kniest du.

Weinst innerlich wie ein kleines Mädchen und schreist nach Mama, Papa.

Du bist nicht hart, nicht groß, nicht stark.

Du bist, was du bist …

… allein.

Published in: on 29. Juni 2010 at 14:39  Schreibe einen Kommentar  
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Das Blaue Nichts – The blue nothing

Das blaue Nichts, ist eine versinnbildlichung unserer zunehmend digitalen Welt. Der Begriff wurde durch ein Interview mit einem führendem Hacker der amerikanischen Szene, Ende der 80er Jahre geprägt. Daraug gestoßen bin ich, als ich das Lautlose Duell erneut gelesen habe. Ein faszinierender Artikel. Einen besonders spannenden Teil, der auch öfters im Buch angesprochen wird, möchte ich hier mal niederschreiben :]

Die Grenze zwischen der realen Welt und der Maschinenwelt verwischt sich jeden Tag mehr. Das heißt nicht, dass wir uns in Automaten verwandeln oder Sklaven der Maschinen werden. Nein, wir entwickeln uns beide aufeinander zu. Wir züchten Maschinen, nach unseren Bedürfnissen und nach unserem Ebenbild – so wie wir es mit der Natur, der Umwelt und den früheren Technologien auch getan haben. Im Blauen Nichts übernehmen Maschinen unsere Persönlichkeit und unsere Kultur, unsere Sprache, unsere Mythen, Metaphern, unsere Philosophie und unsere Seele. Unsere Persönlichkeiten und unsere Kultur werden wiederum mehr und mehr von der Maschinenwelt verändert. Ich denke an den Einzelgänger, der noch vor kurzem von der Arbeit nach Hause gekommen ist und den Abend damit verbracht hat, vor dem Fernseher zu sitzen und Junkfood zu vertilgen. Heute schaltet er seinen Computer an und spaziert durch das Blaue Nichts. Einen Ort, an dem er interagiert: Er hat die taktile Stimulation seiner Tastatur, er hat verbalen Austausch, er ist herausgefordert. Er kann nicht mehr passiv sein. Um Reaktionen zu erhalten, muss er Input liefern. Er hat eine höhere Stufe der Existenz erklommen, und der Grund dafür ist der, dass die Maschinen zu ihm gekommen sind. Sie sprechen seine Sprache. Ob nun zum Guten oder zum Schlechten, die Maschinen spiegeln das menschliche Bewusstsein wider – auch das fehlende menschliche Bewusstsein….

Zugriff ist Gott…

– Pixelchen :]

Enemy Mine

mood | claustrophobic
now working on | wordpresslayout
now reading | die weite des himmels – lian hearn
gaming | wow nightelf priestess (80), wow bloodelf rogue (14)

Sex ist eine Schlacht, und Liebe ist Krieg. Dann wird der Partner zum Feind, den man gut, mitunter nicht gut genug kennt. Und manchmal muß man diesen Krieg wie in einem Spiel auf Urlaubsmodus schalten, weil es wichtigere Probleme zu lösen gibt; denn manchmal hat man unter all den erlittenen und ausgeteilten Verletzungen das Gefühl, den Partner nicht mehr um Rat fragen zu können. Wird ein Feind dir in den Rücken fallen, wenn er kann?

Published in: on 31. März 2010 at 17:34  Schreibe einen Kommentar  
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